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Allgemeines
Abwägen kleinster Mengen
Aufbewahrung
Entwickleransatz


Allgemeines

Hier können Sie Tips für den Selbstansatz von fotografischen Lösungen finden, die Ihnen helfen, den Ansatz zu vereinfachen, die Haltbarkeit zu verlängern und vieles mehr.


Abwägen kleinster Mengen

Trotz Anschaffung einer guten Laborwaage mit hoher Genauigkeit werden Sie mitunter vor dem Problem stehen, Mengen abwägen zu müssen, die in der Größenordnung der Genauigkeit oder gar darunter liegen. Die Lösung des Problems liegt darin, daß Sie eine Menge verwenden, die mit ausreichender Genauigkeit (d.h. mindestens fünfmal, besser zehnmal soviel wie die Genauigkeit der Waage) abwägbar ist, diese in einer definierten Menge Wasser auflösen und mit einer Pipette einen Teil davon, der die benötigte Menge enthält, entnehmen.

Beispiel: Sie benötigen 0,05 g, Ihre Waage hat aber nur eine Genauigkeit von 0,1 g
In diesem Fall sollte die abzuwägende Menge mindestens 0,5 g betragen, besser sind 1,0 g wie im folgenden Rechenbeispiel. Die Chemikalie lösen Sie in Wasser auf und füllen auf 10 ml Endmenge auf, d.h. 10 ml Lösung enthalten nun 1 g Chemikalie. Sie benötigen aber nur 0,05 g, d.h. den 1 g / 0,05 g = 20ten Teil. Da die Chemikalie in 10 ml Lösung vorliegt, müssen Sie den 20ten Teil dieser Menge, d.h. 10 ml / 20 = 0,5 ml mit einer Pipette abmessen und haben dann die benötigten 0,05 g.
Kann die Chemikalie aufgrund schlechter Löslichkeit nicht in 10 ml gelöst werden, können Sie als Endmenge eine beliebige größere Menge verwenden, z.B. 50 ml. Dann enthalten 50 ml Lösung 1 g Chemikalie. Da Sie aber auch hier nur den 20ten Teil benötigen, müssen Sie in diesem Fall 50 ml / 20 = 2,5 ml entnehmen, die dann ebenfalls 0,05 g der benötigten Chemikalie enthalten.

Dieses Verfahren sollten Sie keinesfalls verwenden, um sich um die Anschaffung einer genauen Laborwaage zu drücken. Denn wenn Sie beispielsweise 2,0 g einer Entwicklersubstanz abwiegen müssen, müßten Sie nach diesem Verfahren mindestens 10 g, besser 20 g abwiegen, sofern Ihre Briefwaage eine Genauigkeit (nicht zu verwechseln mit der Auflösung!) von 2 g besitzt. Da Entwicklersubstanzen ohne weitere Zusätze leicht oxidieren, ist diese Lösung nicht haltbar. Bei einer abgewogenen Menge von 20 g verbrauchen Sie 2 g, d.h. 18 g bleiben übrig und müssen entsorgt werden, da sie in Lösung sowieso nicht haltbar sind. Dies tut allein schon finanziell weh, so daß sich eine geeignete Waage schon nach wenigen Wägevorgängen rechnet; von den Auswirkungen auf die Umwelt gar nicht zu reden.


Aufbewahrung

Die angesetzten Lösungen können Sie in Kunststoff- oder Glasflaschen aufbewahren. Ausnahme sind leicht oxidierbare Lösungen wie Entwickler. Diese sollten Sie, sofern Sie nicht sehr schnell verbraucht werden, ausschließlich in hochgefüllten Glasflaschen mit dichtem Verschluß aufbewahren, da durch die Wandungen von Kunststoffflaschen Sauerstoff diffundieren und den Entwickler oxidieren kann. Sehr zu empfehlen ist, zusätzlich die restliche Luft durch ein Inaktivierungsgas wie Tetenal Protectan zu verdrängen. Es ist auf den ersten Blick zwar nicht gerade sehr billig, hält aber schier ein ganzes Laborleben lang und ist deshalb absolut gesehen recht preiswert.

Sofern Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie Fotolösungen im Kühlschrank aufbewahren oder alternativ im kühlen Keller. Am meisten profitieren Entwicklerlösungen von einer kühlen Aufbewahrung. Fixier-, Stopp- und Schlußbäder können Sie jedoch getrost auch bei Raumtemperatur aufbewahren.

Gewöhnen Sie sich an, die Flaschen sofort zu beschriften - und zwar die Flasche und den Verschluß, damit nicht irrtümlich der Fixierbadverschluß auf der Entwicklerflasche landet und dank anhaftenden Fixierbades den Entwickler schädigt. Sauberes Arbeiten ist im Fotolabor unabdingbar. Man sollte in die Flaschen auch nach Reinigung nur ähnliche Lösungen einfüllen, d.h. in Entwicklerflaschen ausschließlich Entwickler, in Fixierbadflaschen ausschließlich Fixierer. Hierbei spielt es beim Entwickler keine Rolle, ob es sich um Color- oder Schwarzweißentwickler handelt, und beim Fixierer ist es egal, ob Color-, Schwarzweißfixierer oder Bleichfixierer eingefüllt wird. Dann nämlich genügt es, die Flaschen und die Verschlüsse gut auszuspülen, während andernfalls eine arbeitsmäßig wie zeitlich sehr intensive Reingung durchgeführt werden muß, um wirklich alle Reste zu beseitigen, denn schon die geringsten Mengen können insbesondere Entwicklerlösungen katalysieren, d.h. in kurzer Zeit unbrauchbar machen. Die Beschriftung sollte Art der Lösung, Ansatzdatum und Anzahl der darin verarbeiteten Filme bzw. der Menge der darin verarbeiteten Papiermenge enthalten. Für den Verschluß genügt eine Beschriftung oder farbliche Markierung, die eine eindeutige Zuordnung zu der zugehörigen Flasche ermöglicht.


Entwickleransatz

Entwicklersubstanzen werden aufgrund ihrer reduzierenden Eigenschaften vom Luftsauerstoff leicht oxidiert und damit für die Entwicklung unbrauchbar. Im Ansatzwasser ist immer Sauerstoff gelöst, der mit dem Entwickler reagieren kann. Ein kritischer Punkt ist daher die Zugabe der Entwicklersubstanz in die Lösung. Als Oxidationsschutz dient vielmals Natriumsulfit, der fast immer vorher im Wasser gelöst wird, damit der beschriebene Effekt nicht auftritt.

Die Entwicklersubstanz Metol ist zwar in Wasser, nicht jedoch in konzentrierter Sulfitlösung löslich. Aus diesem Grund wird bei Entwicklern, die Metol enthalten, immer zuerst das Metol und dann erst das Sulfit gelöst, wobei oben beschriebene Effekte auftreten können. Um diese zu vermeiden, sollte man von der angegebenen Menge Sulfit ungefähr 1 g vor Zugabe des Metol im Wasser lösen, womit ein ausreichender Oxidationsschutz gewährleistet ist.

Das Umrühren der Lösung darf beim Herstellen einer Entwicklerlösung nicht so stark sein, daß Luft in die Lösung gerührt wird, da dadurch die Oxidation begünstigt wird. Daher lieber etwas weniger stark und dafür ein wenig länger rühren.

Der Ansatz darf zeitlich nicht unterbrochen werden ("... mache ich dann morgen fertig"), weil nicht vollständig angesetzte Lösungen zum Teil Reaktionsprodukte bilden, die sich später nicht mehr zurückbilden und damit den Ansatz unbrauchbar machen können. Lassen Sie sich daher zwar ruhig soviel Zeit, daß die Einzelchemikalien sich restlos lösen, aber unterbrechen Sie Ihre Arbeit nicht für Stunden.
  

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Letzter Upload dieser Seite: 05.11.2016 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)