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Geräte für S/W-Positiventwicklung
 
   
 
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Inhalt:
Allgemeines
Vergrößerer/Objektiv
Belichtungssteuerung
Dunkelkammerbeleuchtung
Entwicklungsschalen und Zubehör

Allgemeines

Für die Erstellung von Schwarzweiß-Abzügen (d.h. von Fotos von Schwarzweißnegativfilmen), benötigen Sie in der einfachsten Variante lediglich einen Vergrößerer, eine Dunkelkammerlampe sowie Schalen incl. Zubehör. Nachfolgend ist beschrieben, welche Dinge Sie genau benötigen und welche Optionen es gibt.


Vergrößerer/Objektiv

Für S/W-Abzüge genügt im einfachsten Fall ein Schwarzweiß-Vergrößerer. Dieser beinhaltet normalerweise eine spezielle Glühlampe (Opallampe), deren Licht mittels eines Linsensystem, dem Kondensor, gebündelt, durch das Negativ geleitet und vom Vergrößerungsobjektiv auf das Grundbrett (d.h. auf das Fotopapier) projiziert wird. Solche Geräte sind für das verbreitete Kleinbildformat, welches in den allermeisten Kameras Verwendung findet, nicht sehr teuer.

Mit der Anschaffung eines Vergrößerers stellen Sie die Weichen für die Zukunft. Es gibt nämlich Geräte, die Teil eines Systems sind und deshalb später erweitert werden können und solche, bei denen eine Erweiterung nicht möglich ist. Grundsätzlich sollten Sie erst einmal überlegen, ob Sie für immer dem Kleinbildformat treu bleiben werden oder ob die Anschaffung einer Mittelformatkamera für Sie in Betracht kommt. In diesem Fall sollten Sie gleich einen Vergrößerer kaufen, mit dem Sie auch Mittelformatfilme vergrößern können. Ein weiterer Grund wären Techniken, die Zwischennegative o.ä. benötigen. Hierfür kann das Format eigentlich nicht groß genug sein. Mittelformatvergrößerer sind übrigens nicht wesentlich teurer als Kleinbildgeräte.

Als wichtigstes Erweiterungsmerkmal sehe ich einen Farbkopf an. Dieser wird gegen den Glühlampen-Kondensor-Kopf ausgetauscht und ermöglicht es salopp gesagt, definiert und einstellbar farbiges Licht zu erzeugen. Dieses wird nicht nur für Abzüge von Farbfilmen zur Filterung benötigt, sondern leistet auch bei Verwendung von sogenanntem Multigrade-Papier wertvolle Dienste. Den gleichen Zweck erfüllt auch ein Multigrade-Kopf; allerdings kann dieser nicht für die Farbverarbeitung verwendet werden. Sofern Sie die Farbverarbeitung (die ist übrigens fast so einfach wie S/W) nicht ganz ausschließen wollen, können Sie unter Geräte für Color-Positivverarbeitung nachlesen, welche Kriterien für Colorvergrößerer relevant sind.

Übrigens gab es bei den Vergrößerern in den vergangenen Jahren eine kaum nennenswerte technische Weiterentwicklung: Reine S/W-Vergrößerer arbeiten wie vor gut 50 Jahren mit einer Opallampe und Kondensor, während sich seit vielen Jahren bei den Colorvergrößerern, die nebenbei bemerkt ohne Einschränkung auch für Schwarzweiß verwendet werden können, Halogenlampen in Verbindung mit Lichtmischboxen (meist aus Styropor) und dichroitischen Filtern durchgesetzt haben. Wenn Ihnen die Anschaffung eines Neugeräts zu teuer ist, sei Ihnen der Kauf eines gebrauchten Vergrößerers wärmstens empfohlen. Vergrößerer sind in der Regel sehr robust. Abgeblätterter Lack o.ä. beeinträchtigt die Funktionstüchtigkeit nicht, ist jedoch ein gutes Argument für einen Preisnachlaß.

Zu einem Vergrößerer gehört auch unbedingt ein Vergrößerungsobjektiv. Hierzu kann man aus mehreren Gründen keine Kameraobjektive verwenden: Erstens paßt der Anschluß nicht, zweitens muß das Objektiv die von der Lampe erzeugte Wärme aushalten, drittens muß man das Objektiv auch im Dunkeln bedienen können und viertens (und das ist der wichtigste Grund) sind Vergrößerungsobjektive für plane Objekte (planer Film, planes Fotopapier) und für Vergrößerungen konstruiert. Bei Kameraobjektiven ist dies nicht der Fall: Sie verkleinern bei Kleinbildfilm normalerweise das abzulichtende Objekt auf das Format 24x36 mm und haben meist große Probleme, plane Objekte ohne allzustarkes Abblenden scharf auf den Film zu projizieren. Die Zielsetzung ist hier einfach eine andere. Aufgrund dieser Unterschiede verwendet man, nebenbei bemerkt, beim Abfotografieren planer Objekte und in der echten Makrofotografie sehr gerne Vergrößerungsobjektive.

Vergrößerungsobjektive gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen und in äußerst unterschiedlichen Preisklassen. Wer fast nur Abzüge bis zur Größe von ungefähr 13x18 cm anfertigen möchte und nur selten ein größeres Format benötigt, ist mit einfachen 3-Linsern bestens bedient. Für Kleinbildformat sind solche Objektive bereits ab 70 DM zu haben. Ein 4-Linser bietet schon deutlich mehr und kostet im günstigsten Fall unter 100 DM. Sehr zu empfehlen (wegen bester Testergebnisse) ist das Anaret 4,5/50mm von Meopta. Noch besser sind manche 6-Linser, aber dies trifft längst nicht auf alle Modelle zu. Allerdings vervielfacht sich der Preis recht drastisch. Für die Creme de la Creme sind dann gleich um die 700 DM fällig. Den Unterschied zu einem guten 4-Linser sieht man erst bei extrem großer Vergrößerung und im direkten Vergleich. Meine Meinung: Wer nicht gerade die Badewanne als "Schale" für die Entwicklung benutzt, wird den Unterschied im Bild nicht sehen. Sämtliche heute erhältlichen Objektive sind übrigens gleichermaßen für Schwarzweiß und Farbe geeignet: Unvergütete Objektive werden schon lange nicht mehr gefertigt.

Wen's interessiert: Ich selbst besitze einen Magnifax4 von Meopta mit Farbkopf, ein Gerät für 6x9 cm, mit dem gesamten Systemzubehör und den Objektiven Anaret 4,5/50mm für Kleinbild, 4,5/80mm für 6x6 und 4,5/105mm für 6x9 und bin recht zufrieden damit. Der ausschlaggebende Punkt für mich war das maximale Format, das leider recht selten ist. Meine Wahl war für mich rückblickend gesehen richtig, man kann aber mit Sicherheit auch mit anderen Fabrikaten (z.B. Dunco, Durst, Jobo oder Kaiser) glücklich werden. Bezüglich der Objekive sind in Deutschland fast nur Rodenstock und Schneider erhältlich; Meopta ist eigentlich nur ein Außenseiter.


Belichtungssteuerung

Im einfachsten Fall benötigen Sie eine Zeitschaltuhr zur Steuerung der Belichtungszeit. Wer ganz spartanisch leben will, kann selbst diese durch eine Stoppuhr und manuelles Ein- und Ausschalten des Vergrößerers ersetzen. Hierbei müssen Sie die Belichtungszeit durch Probestreifen herausfinden. Dies ist ein weit verbreitetes und von Profifotografen (oder sollte ich besser Künstler sagen?) immer noch gern praktiziertes Verfahren. Hierbei wird ein Blatt Fotopapier teilweise abgedeckt und dann schrittweise die Abdeckung ein Stück zurückgezogen. Dadurch erhält man unterschiedliche Belichtungszeiten auf einem Blatt und kann die optisch beste auswählen und für den endgültigen (bzw. nächstbesseren) Abzug verwenden.

Um die Sache zu vereinfachen, gibt es Belichtungsmeßgeräte, die zudem meist eine elektronische Schaltuhr beinhalten. Für den, der oft ganze Serien auf dem gleichen Papiertyp abzieht, sind sie eine echte Arbeitserleichterung. Jemand, der seine Negative mit Zeit und Muße in optimaler Qualität auf ein vorzugsweise größeres Format vergrößern will, braucht solche Geräte eigentlich nicht - sie können aber wertvolle Dienste bei der Herstellung des ersten Probebilds geben, da sie oft nicht nur die Belichtung sondern oft auch den Kontrast messen können. Leider sind gute Geräte unverhältnismäßig teuer; ihr Preis reicht schon fast an den eines kombinierten Farbanalyzers/Belichtungsmeßgeräts heran, welches selbstverständlich auch im Schwarzweißbereich verwendet werden kann.


Dunkelkammerbeleuchtung

Im einfachsten Fall benötigen Sie nur eine voll durchgefärbte, rote Glühlampe. Solche Lampen sind in jedem Fotogeschäft, das Fotolaborzubehör führt, erhältlich. Hier können Sie auch sicher sein, daß sie ihren Zweck erfüllt, auch wenn sie vielleicht ein wenig teurer ist als vermeintlich baugleiche farbige Glühlampen im Baumarkt. Sie können es natürlich auf einen Versuch ankommen lassen: Das Glas der Glühlampe muß vollständig eingefärbt sein; die oft angebotenen farbigen Glühlampen für Partyzwecke sind am Hals meistens nicht gefärbt und daher ungeeignet. Nehmen Sie aber bei der ersten Verwendung das Fotopapier nur bei ausgeschalteter Lampe aus der Verpackung und schalten die Lampe erst dann wieder an, wenn Sie die Packung wieder verschlossen haben. Setzen Sie das Papier mindestens 5 Minuten dem Licht aus und entwickeln es dann. Verfärbt es sich, ist die Lampe nicht geeignet.

Nicht sehr teuer (ca. 50 DM) sind spezielle Dunkelkammerlampen. Diese bestehen i.a. aus einem Gehäuse, welches eine ganz normale Glühlampe beinhaltet. Das Licht tritt durch eine spezielle Farbscheibe, die häufig auswechselbar ist, aus. Weiterhin verwendbar sind sämtliche Laborleuchten aus der Farbverarbeitung, die für RA4-Fotopapiere geeignet sind.


Entwicklungsschalen und Zubehör

Für die eigentliche Entwicklung, d.h. die chemische Verarbeitung nach dem Belichten des Fotopapiers mittels des Vergrößerers benötigen Sie lediglich:

1.Drei Entwicklungsschalen, die eine Nummer größer sind als das größte Format, das Sie normalerweise verarbeiten wollen. Wenn Sie deutlich unterschiedliche Formate verarbeiten, sollten sie auch unterschiedlich große Schalen kaufen.
2.Thermometer (+/-0,5 °C oder besser)
3.Meßzylinder für 1000 ml (oder 1l-Meßbecher aus dem Haushalt) und für 100 ml
4.Stoppuhr (oder Eieruhr bzw. anderen Kurzzeitmesser)
5.Trichter
6.3 Chemikalienflaschen für die Lösungen
7.Drei Entwicklerzangen (für jedes Bad eine)
  

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Letzter Upload dieser Seite: 05.11.2016 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)